Weimarer Republik Beschreibung Weimarer Republik  
 
   
Beschreibung von Weimarer Republik Infos zu Weimarer Republik und Beschreibung.
Nicht angemeldet: Anmelden | Impressum 
Navigation
· Hauptseite
· Know Forum - neu!
· Zufälliger Artikel
· Spezialseiten
· Alle Artikel
· Eingeordnet unter
Aktueller Artikel
· Seite bearbeiten
· Links auf diese Seite
· Verlinkte Seiten
· Versionen


 
 



Letzte Beiträge
Die Klimalüge CO2Guten Abend Herr Enger
"Meine Fr...
Volumenausdehnung be...Hallo da draußen, ich h
abe folgendes ...
Osterrätsel der Fran...Hallo, ich hab' mich leide
r mit meinere ...
was ist denn mit dem...Hallo, der Song heißt Cal
istan "...
Strichcode entschlüs...Hallo benni, ich stehe
gerade vor dem...
Lust auf Focus Rätse...Hallo, an alle Spezialist
en dieses Räts...
ErdölServus, Erdöl hat keine
Formel, da es...
Frage an die Student...Hallo, im Prinzip ist das
eine gute Ide...
CO2 chemische Trennu...Hallo ....... CO2 in der
Luft wird begr...
IGBT ansteuerschaltu...Guten Tag, Wer weiss lief
ert eine funk...


Weimarer Republik

Dieser Text beschreibt Weimarer Republik.


Der untere Text beinhaltet die Weimarer Republik Beschreibung. Soweit es sich um ein definierbares Objekt handelt, sollte hier eine Weimarer Republik Definition vorhanden sein. Sollte eine Definition von Weimarer Republik fehlen, kann diese von Ihnen verfaßt werden. Wir sind bestrebt die Beschreibung von Weimarer Republik möglichst ausführlich zu halten.

Jeder Text bei Know-Library, sowie ein Teil davon (Definition, Beschreibung etc.), außer Bücher Beschreibungen kann bearbeitet werden. Falls die Beschreibung auf dieser Seite nicht korrekt ist klicken Sie auf 'Beschreibung editieren' um den Text zu korrigieren bzw. neuen einzufügen. Weitere Informationen und Bücher zum Thema Weimarer Republik Beschreibung , so wie Link zum Forum finden Sie weiter unten. Eine Übersicht der Texte, die das Thema Weimarer Republik beschreiben finden Sie auf der Seite alle Artikel über Weimarer Republik. Fragen zu dem Thema Weimarer Republik können im Forum gestellt werden. Klicken Sie hier um zu dem Forum zu wechseln.

Weimarer Republik Artikel

Dieser Artikel ist Teil der
Serie Geschichte Deutschlands
Fränkisches Reich
Heiliges Römisches Reich Deutscher Nation
Deutscher Bund
Deutsches Kaiserreich
Weimarer Republik
Zeit des Nationalsozialismus
Weimarer Republik Beschreibung
Flagge der Weimarer Republik, von oben nach unten: schwarz, rot, gold

Als Weimarer Republik wird die von 1919 bis 1933 währende Ära der deutschen Geschichte genannt. Während der Zeit der Weimarer Republik war das Deutsche Reich ein demokratischer Bundesstaat. Die Hauptstadt war Berlin. Den Namen erhielt die erste deutsche Republik von der Stadt Weimar, dem Tagungsort der verfassunggebenden Nationalversammlung. Ihre Entstehung ist durch die unmittelbaren Nachwirkungen des Ersten Weltkriegs geprägt. Gleichzeitig ist ihr Untergang auch mit dem Aufstieg des Nationalsozialismus verbunden.

Inhaltsverzeichnis
Buch-Tipp: Abiturwissen Geschichte. Erster Weltkrieg und Weimarer Republik (Abiturwissen) hat wohl mein abi gerettet!! dieses buch ist wirklich absolut klasse! es ist alles sehr übersichtlich und gut verständlich dargestellt und besonders zu empfehlen sind auch die grafiken und tabellen (hilft einem ab und zu ganz schön weiter. . . z. B. verfassung). hab heute leistungskursklausur geschrieben und viele informationen aus diesem buch...

Allgemeines

Die Zeit der Weimarer Republik 1919–1933 nimmt den größeren Teil des deutschen Interbellums ein. Sie war der zweite, erfolgreichere Versuch (nach der Märzrevolution von 1848), eine liberale Demokratie nach westlichem Muster in Deutschland zu etablieren. Er scheiterte mit der Machtübernahme durch die NSDAP, die in eine totalitäre Diktatur führte. Die schon unter Zeitgenossen verbreitete These, der Staat von Weimar sei eine Republik ohne Republikaner gewesen, ist ca. bedingt richtig, weist aber auf ein wesentliches Strukturproblem hin: Es gab keinen tragfähigen Verfassungskonsens, der alle Teile des politischen Spektrums von rechts bis links eingebunden hätte.

Die meisten Parteien hatten von ihren unmittelbaren Vorgängern in dem Kaiserreich die ideologische Ausrichtung übernommen und vertraten weitgehend die Interessen ihrer jeweiligen Klientel – auch wenn es abgesehen von SPD und Zentrum keine namentliche Kontinuität gab. Die Zersplitterung der Kräfte und Aufteilung nach Interessensgruppen wie Arbeiterbewegung oder Katholiken wurde (negativ) Partikularismus genannt. Das parlamentarische Regierungssystem einerseits und das die Parteienzersplitterung begünstigende Verhältniswahlrecht andererseits erforderten aber die Fähigkeit, Verantwortung zu übernehmen und Kompromisse zu schließen. Die Parteien der Weimarer Koalition (SPD, Zentrum und DDP) – so genannt, weil sie die erste Regierungskoalition in der Weimarer Nationalversammlung bildeten – verloren die absolute Mehrheit bereits mit der ersten Reichstagswahl von 1920, um sie nie mehr wieder zu erlangen. In 14 Jahren gab es 20 Kabinettswechsel; 11 Minderheitenkabinette regierten abhängig von der Gnade des Reichspräsidenten und mit Hilfe des Artikels 48 der Weimarer Verfassung; meistens bevölkerten den Reichstag bis zu 17 verschiedene Parteien, selten waren es weniger als 11.

Die junge Demokratie trat ein schweres Erbe an:

  • Verwaltung und Justiz rekrutierten sich aus dem Personal der Kaiserzeit, auf eine grundlegende Demokratisierung des Beamtenapparats wurde verzichtet – ca. das größte Land Preußen bildete mit der Zeit eine Ausnahme. Viele Richter urteilten politisch voreingenommen: rechte Straftäter konnten mit wesentlich milderen Urteilen rechnen als linke – was bereits der zeitgenössische Statistiker Emil Julius Gumbel nachwies.
  • In dem Ebert-Groener-Pakt unterstellte sich die Heeresführung der neuen Regierung und sicherte ihr gleichzeitig militärische Unterstützung gegen linksradikale Revolutionäre zu. Die spätere Reichswehr entzog sich jedoch unter dem Kommando des Generals Hans von Seeckt weitgehend der demokratischen Kontrolle und führte eine abgesonderte Parallelexistenz als Staat in dem Staate .
Buch-Tipp: Close to You Saftig Ich habe lange nach einem Wort gesucht, mit dem ich dieses Buch beschreiben kann. Saftig, sind die Frauen, die sich vor der Linse räkeln und ihre schönen Körper preisgeben. Neben der exzelleten Auswahl an Modellen, ist Hans van Ooyen sicherlich ein Meister der Belichtung. Denn schöne Körper, brauchen schönes Licht und dieses Geschenk...

Entwicklung der Weimarer Republik

Die Geschichte der Weimarer Republik lässt sich nach der Gründungsphase in drei Abschnitte gliedern:

  • In den Krisenjahren von 1919–1923 hatte die Republik mit den unmittelbaren Kriegsfolgen, einer Hyperinflation und zahlreichen Umsturzversuchen zu kämpfen.
  • In den fünf guten Jahren von 1924–1929 erreichte sie eine gewisse Stabilität und wirtschaftliche Erholung und die außenpolitische Anerkennung Deutschlands.
  • Die Weltwirtschaftskrise und der Aufstieg der Nationalsozialisten zwischen 1930 und 1933 mündeten in Agonie und Untergang der Republik.
Buch-Tipp: Die Weimarer Republik. Eine unvollendete Demokratie Differenzierter und gelungener Blick auf die Weimarer Republik Dieses Buch besticht durch die enorme Bandbreite der betrachteten Konstellationen und Interessen, die Einfluss auf die Entwicklung der Republik nahmen, und zwar von Anfang an. Auch die aus dem Kaiserreich als "Hypothek" übernommenen Vorbelastungen finden angemessen Eingang. Mit scharfem...

Die Gründung der Republik

Geschichte Deutschlands
Weimarer Republik Beschreibung
Friedrich Ebert bei der Eröffnung der Nationalversammlung in Weimar am 6.02 1919

Die Weimarer Republik ging aus der Niederlage des Kaiserreichs in dem Ersten Weltkrieg hervor. Die letzte kaiserliche Regierung unter Prinz Max von Baden hatte selbst noch die Parlamentarisierung der Reichsverfassung vorgenommen, um die Siegermächte zu günstigen Friedensbedingungen zu bewegen. Die eigenmächtige Entscheidung der kaiserlichen Marineleitung, nach Herausgabe des Waffenstillstandsgesuchs an die Alliierten noch eine Schlacht mit der englischen Flotte zu suchen, löste den Matrosenaufstand von Kiel und die Novemberrevolution aus, die das kaiserliche Regime endgültig hinwegfegte.

Am 9.11 1918 gab Max von Baden eigenmächtig die Abdankung Kaiser Wilhelms II. bekannt (obwohl der Kaiser noch gar nicht zurückgetreten war) und übergab dem Vorsitzenden der Mehrheitssozialdemokraten Friedrich Ebert das Kanzleramt. Am gleichen Tag rief Philipp Scheidemann die demokratische Republik aus, und kam damit den radikalen Linken unter Karl Liebknecht zuvor, denn um 16 Uhr (nur zwei Stunden nachdem Ausruf der demokratischen Republik) rief Karl Liebknecht die sozialistische Republik aus. Der Rat der Volksbeauftragten, die provisorische Regierung aus SPD und USPD, sicherte sich die Unterstützung der neuen Obersten Heeresleitung unter General Wilhelm Groener (Ebert-Groener-Pakt) und strebte rasche Neuwahlen zu einer verfassunggebenden Nationalversammlung an.

Noch in dem Dezember zerbrach die neue Regierung am Streit um das Vorgehen des Militärs gegen die Aufständischen des Spartakusbundes, deren Absicht nach wie vor die Errichtung einer Räterepublik war, obwohl sie damit innerhalb von USPD und Arbeiter- und Soldatenräten lediglich eine Minderheitenposition vertraten. In dem Verlauf der der gegenrevolutionären „“Säuberungen“ durch reguläre Truppen und Freikorps wurden Mitte Januar 1919 Rosa Luxemburg und Karl Liebknecht von Angehörigen der Garde-Kavallerie-Schützendivision verschleppt und ermordet.

Siehe auch: Novemberrevolution

Buch-Tipp: Drei Kameraden. "Es gab nichts was blieb. Nichts" - tragisches Bild einer untergehenden Gesellschaft Wer einen tieferen Einblick in die Lebensverhältnisse der Weimarer Republik bekommen möchte, dem sei die Lektüre von Erich Maria Remarques 1936 fertiggestellten Roman "Drei Kameraden" sehr zu empfehlen. Remarque beseitigt das positive Bild der "Goldenen Zwanziger"...

Die Krisenjahre

Von Anfang an stand die junge Republik unter dem Trommelfeuer der Angriffe der extremen Rechten und Linken. Die Linke warf den Sozialdemokraten wegen ihres Zusammengehens mit den alten Eliten Verrat an den Idealen der Arbeiterbewegung vor; die Rechte machte die Anhänger der Republik für die Niederlage in dem Ersten Weltkrieg verantwortlich und verunglimpfte sie als „Novemberverbrecher “. (Siehe auch: Dolchstoßlegende, Novemberrevolution, Organisation Consul)

Der Kapp-Putsch vom März 1920 stellte die Republik auf eine erste Belastungsprobe. Freikorps unter General von Lüttwitz besetzten das Berliner Regierungsviertel und ernannten den ehemaligen Generallandschaftsdirektor Wolfgang Kapp zu dem Reichskanzler. Die legale Regierung zog sich nach Dresden zurück und rief von dort aus zu dem Generalstreik gegen die Putschisten auf. Damit war der Putsch gescheitert; entscheidend für die Niederlage war die Weigerung der Ministerialbürokratie, den Anordnungen Kapps Folge zu leisten – während sich die Reichswehr abwartend verhalten hatte (Hans von Seeckt: „Truppe schießt nicht auf Truppe“).

Nahezu gleichzeitig mit dem Kapp-Lüttwitz-Putsch erschütterte ein kommunistischer Aufstandsversuch das Ruhrgebiet; er wurde von Reichswehr und Freikorps blutig niedergeschlagen. Weitere Aufstände in Sachsen, Thüringen und Hamburg wurden genauso blutig unterdrückt.

Am 16.04 1922 vereinbarten Deutschland und die Sowjetunion in dem Vertrag von Rapallo diplomatische und wirtschaftliche Beziehungen, militärische Zusammenarbeit und einen Verzicht auf Entschädigungszahlungen. Der Vertrag verärgerte die Westmächte, insbesondere Frankreich. Am 24.06 1922 ermordeten rechtsextreme Offizieren aus der Organisation Consul den für den Rapallo-Vertrag verantwortlichen Außenminister Walther Rathenau, der einer der bedeutendsten Politiker beim Aufbau der Weimarer Republik und wenigen intellektuellen Integrationsfiguren war. Der Terroranschlag stürzte den jungen Staat sowohl innen- als auch außenpolitisch in eine weitere Krise.

Ein Verzug bei den Reparationszahlungen führte Anfang 1923 zur Ruhrbesetzung, in deren Zusammenhang dann in dem Rheinland und in der Pfalz separatistische Bewegungen auftraten. Es kam zu dem passiven Widerstand, der dem Staat hohe Kosten verursachte, die er durch vermehrtes Drucken von Geld zu decken versuchte. Der neue Reichskanzler Gustav Stresemann musste den Widerstand abbrechen. Der volkswirtschaftliche Gesamtschaden der Ruhrbesetzung belief sich auf 3,5 bis 4 Milliarden Goldmark. Der Wert der Papiermark fiel stets schneller.

Weimarer Republik Beschreibung
Weimarer Republik Beschreibung
Inflation 1923/24: eine Frau feuert ihren Kachelofen mit Inflationsgeld

Am 3.09 stand der Wechselkurs für einen amerikanischen Dollar noch bei knapp zehn Millionen Mark, Ende des Monats waren es dann schon 160 Millionen Mark, wenig später kostete ein Dollar Milliarden- und Billionenbeträge. Aus der Inflation, die schon während der Kriegszeit eingesetzt hatte, wurde eine Hyperinflation. Erst die Einführung der Rentenmark (1 Rentenmark = 1 Billion Papiermark bei 4,20 Rentenmark für den Dollar) beendete den Spuk. Zu den Geschädigten der Inflation gehörten vor allem die kleinen Sparer und Rentenbezieher; Sachwertbesitzer und Industrielle (wie Hugo Stinnes), die Kredite mit fast wertlosem Geld zurückzahlen konnten, profitierten. Auch Landwirte gehörten zu den Gewinnern, da sie ihre Schulden leicht zurückzahlen konnten. (Siehe auch: Deutsche Inflation 1914 bis 1923)

Mittlerweile hatte sich Bayern als Sammelbecken aller rechtskonservativen und -radikalen Kräfte in dem Deutschen Reich etabliert; von dieser „Ordnungszelle“ aus strebten sie an, Deutschland vom „marxistischen Chaos“ zu befreien. Das Ende des passiven Widerstandes gegen die Ruhrbesetztung diente der bayerischen Regierung als Vorwand Gustav Ritter von Kahr zu dem Generalstaatskommissar mit diktatorischen Vollmachten (nach Artikel 48 Weimarer Verfassung) zu erbezeichnen. Dieser und der bayerische Wehrkreiskommandeur Otto von Lossow spielten eine zweideutige Rolle in dem von Adolf Hitler nach italienischem Vorbild geplanten „Marsch auf Berlin“. Als Reaktion auf diesen Versuch, eine Rechtsdiktatur zu errichten, verhängte Reichspräsident Ebert seinerseits den Ausnahmezustand. General Hans von Seeckt, der Chef der Heeresleitung, der mit von Kahr sympathisierte, konnte eine Reichsexekution allerdings verhindern

Siehe auch: Hitlerputsch, Geschichte Bayerns

Buch-Tipp: Geschichte eines Deutschen. Die Erinnerungen 1914-1933. Eine Warnung! Ein Buch über die deutsche Geschichte von jemandem, der dabei war und sie als junger Mann miterlebte. Außerdem eine vorzügliche psychologische Analyse der Menschen damals: Noch nie habe ich gelesen, daß die Kriegserlebnisse der Jahre 1914 bis 1918 und der Aufruhr der Nachkriegszeit für damals junge Menschen extrem prägend gewesen...

Die fünf guten Jahre

Trotz aller Spannungen und Konflikte, die die junge Republik zu meistern hatte, schien die Demokratie zu siegen. Die Neuordnung der Währung und die in dem Gefolge des Dawes-Plans in das Land strömenden amerikanischen Kredite leiteten eine Phase relativer wirtschaftlicher und politischer Stabilisierung ein, die sogenannten Goldenen 20er Jahre. Dazu trug bei, dass Stresemann unter wechselnden Regierungen Außenminister blieb und mit seinem französischen Kollegen Aristide Briand eine erste noch vorsichtige Politik der Annäherung einleitete. Gleichzeitig versuchte er, eine schrittweise Revision des Versailler Vertrages zu erreichen und Deutschland wieder als gleichberechtigten Partner in die internationale Gemeinschaft zurück zu führen. Die Aufnahme in den Völkerbund und die Verträge von Locarno sind als erste Erfolge auf diesem Wege anzusehen. Mit dem Berliner Vertrag, der ein deutsch-sowjetisches Freundschafts- und Neutralitätsbündnis darstellte, versuchte der Reichsaußenminister sowjetischen Befürchtungen über eine einseitige deutsche Westbindung und deutscher, in dieselbe Richtung Absichtender Kritik, entgegenzuwirken.

Weitere Stationen auf dem Weg der Aussöhnung mit den ehemaligen Kriegsgegnern bildeten die Unterzeichnung des Briand-Kellogg-Pakts, der die Ächtung des Kriegs als Instrument der Politik zu dem Inhalt hatte und – trotz erheblicher Widerstände von rechter Seite – die Annahme des Young-Plans, der eine endgültige Regelung des Reparationsfrage darstellte und Voraussetzung für die vorzeitige Räumung des Rheinlands von alliierter Besatzung war.

Innenpolitisch gelang es die republikfeindliche Deutschnationale Volkspartei (DNVP) in die Regierungsverantwortung einzubinden. Auch die Wahl des greisen Generalfeldmarschalls Paul von Hindenburg 1925 zu dem Reichspräsidenten, der sich vor der Wahl die Zustimmung Wilhelms II. holte, wirkte sich anfangs eher stabilisierend für die Demokratie aus (siehe: Reichspräsidentenwahl 1925). Er konnte allerdings seine restaurativen Neigungen nicht ganz verbergen, was sich unter anderem in der von ihm 1926 erlassenen Flaggenverordnung zeigt, die es deutschen Auslandsvertretungen erlaubte, neben der schwarz-rot-goldenen Reichsflagge die schwarz-weiß-rote Handelsflagge des Kaiserreichs zu hissen. Er verhindert auch ein Ausführungsgesetz zu dem Notverordnungsrecht nach Artikel 48 Weimarer Verfassung.

Insgesamt waren auch diese Jahre ca. eine Phase der relativen, nicht der absoluten Stabilisierung. Auch in diesen Jahren besaß keine Regierung eine Mehrheit in dem Parlament und die Parteien fühlten sich weniger dem Allgemeinwohl als vielmehr ihrer Klientel oder dem eigenen Erfolg verpflichtet.

Buch-Tipp: Hindenburg Ein umfassender und neuer Blick auf Hindenburg Wer gedacht hat Hindenburg wäre langweilig und ca. eine kurze Episode in der deutschen Geschichte, der muss nach diesem Buch umdenken. Pyta gelingt es von der Schlacht von Tannenberg bis zu den seinem Tod, ein neues Bild von Hindenburg zu zeichnen. Hindenburg war nicht ein unbeholfener und unbeteiligter...

Agonie und Untergang

Dennoch waren alle Hoffnungen auf eine langfristige Stabilisierung der ersten deutschen Demokratie vergeblich. Der Tod Gustav Stresemanns in dem Oktober 1929 markiert den Anfang vom Ende der Weimarer Republik.

In der DNVP hatten sich die stramm antirepublikanischen Kräfte um den Medienzaren Alfred Hugenberg durchgesetzt, der zusammen mit Adolf Hitler und Franz Seldte vom Stahlhelm 1929 den Volksentscheid gegen den Young-Plan initiierte. Der Volksentscheid scheiterte zwar, machte aber die Nationalsozialisten in weiten Kreisen des konservativen Bürgertums salonfähig.

Weimarer Republik Beschreibung
Weimarer Republik Beschreibung
Arbeitslose Frau bietet sich mit einem Schild auf der Straße zur Arbeit an

Von entscheidender Bedeutung für die Radikalisierung der Politik war schließlich die Weltwirtschaftskrise, die Deutschland sehr viel härter traf als andere europäische Staaten. Nach dem Börsenkrach an der Wall Street wurden die vielen kurzfristigen Auslandskredite aus Deutschland abgerufen. Daraufhin brach die ohnehin schon schwache deutsche Wirtschaft völlig zusammen. Durch die einsetzende Massenarbeitslosigkeit verschlechterte sich die soziale Lage dramatisch. Am Ende der Weimarer Republik in dem Jahr 1933 zählte man insgesamt 6 Millionen Arbeitslose. Viele Menschen lebten am Existenzminimum. Dies ging einher mit einer Dauerregierungskrise. Parlament, Regierung und Reichspräsident arbeiteten mehr gegen- als miteinander. Es kam zu Neuwahlen in rascher Abfolge, bei denen die radikalen Parteien, vor allem die NSDAP stets mehr Zulauf erhielten, was parlamentarische Mehrheiten erst recht unmöglich machte.

Im März 1930 zerbrach die von dem Sozialdemokraten Hermann Müller geführte Große Koalition über der Frage einer kleinfügigen Beitragserhöhung für die Arbeitslosenversicherung. Reichspräsident Hindenburg beauftragte den Zentrumspolitiker Heinrich Brüning mit der Bildung einer Minderheitsregierung, die ca. gestützt auf das Vertrauen des Präsidenten und dessen Recht zu dem Erlass von Notverordnungen und zur Auflösung des Reichstags regieren konnte (Präsidialkabinett). Ein Grund war möglicherweise, dass es keine Mehrheit für eine arbeitsfähige Regierung gab und die Parteien keine Konsensfähigkeit zeigten. Allerdings wurden in dem wesentlichen ca. die Minister der SPD ausgewechselt, was auf einen vom Präsidenten gewünschten Schwenk nach Rechts hindeutet. Die Wahlen vom September 1930 brachten den Nationalsozialisten einen erdrutschartigen Zuwachs: sie konnten ihre Stimmenzahl auf 18,3 Prozent steigern und wurden damit zur zweitstärksten Partei. Jetzt gab es nicht einmal mehr eine Mehrheit für eine Große Koalition in dem Reichstag, der zunehmend zu dem Forum für die Agitation rechter und linker Gegner der Republik wurde.

Das Vertrauen in die Demokratie und die Republik sank stets mehr. Die Menschen machten die Republik für die schlechte Wirtschaftslage verantwortlich. Die Rufe nach einem „Starken Mann“, der das Deutsche Reich wieder zu alter Größe und Ansehen bringen sollte, wurden stets lauter.

Auf diese Forderungen gingen besonders die Nationalsozialisten ein, die mittels gezielter Propaganda und der Konzentration auf die Person Hitlers das Bild des Starken Mannes suggerierten. Sie verstanden es, die Massen durch Großveranstaltungen für sich zu gewinnen und nutzten modernste Formen des Wahlkampfes. Unter anderem emotionalisierten sie den Wahlkampf und konnten so gegenüber den anderen Parteien punkten. Hitler griff alles an, was mit dem „Weimarer System“ in Verbindung gebracht wurde, vom Parteiensystem, bestehend aus verschiedenen relativ kleinen Parteien und Splitterparteien bis hin zu dem eigentlichen demokratisch-parlamentarischen Prinzip.

Aber nicht ca. der rechte Flügel Deutschlands erstarkte, sondern auch der linke. Die republik-freundlichen Sozialdemokraten verloren in dem Gegensatz zu den Liberalen kaum Stimmen, die Kommunistische Partei Deutschlands (KPD) konnte sogar Stimmen gewinnen und wurde zu einer bedeutenden Macht in dem Parlament und auf der Straße. Denn längst hatte sich der Kampf, ausgehend von den Kampforganisationen der NSDAP (SA und SS) und der KPD (Roter Frontkämpferbund) auf die Straße verlagert, wo sich teilweise bürgerkriegsähnliche Szenen abspielten, an denen sich auch die republikanisch gesinnten Kräfte mit einem eigenen Kampfverband, dem sozialdemokratisch dominierten Reichsbanner Schwarz-Rot-Gold (später Eiserne Front) beteiligten. Auch diese chaotischen Gewaltszenen spielten letztlich – obwohl sie häufig ursächlich dafür verantwortlich waren – den Nationalsozialisten in die Hände, da Hitler stets häufiger als „letzte Karte“ in das Spiel gebracht wurde, die geordnete Verhältnisse wiederherstellen würde.

Um eine weitere Stärkung der radikalen Flügelparteien zu verhindern, tolerierte die SPD in dem Reichstag weitgehend die auf Kürzung der Sozialausgaben basierende Spar- und Deflationspolitik Brünings – die aber die wirtschaftliche Krise ca. noch verschärfte.

Am 11.10 1931 vereinigte sich die nationalistische Rechte zur Harzburger Front. Als Reaktion bildeten die republiktreuen Organisationen unter dem Fahnensymbol der drei Pfeile die Eiserne Front.

1932 standen Wahlen zu dem Amt des Reichspräsidenten an. Nennend für die Situation der Republik ist, dass keiner der Kandidaten, Thälmann, Hitler und Hindenburg, ein Demokrat war. Die Parteien der Mitte bis zur SPD unterstützten Hindenburg, um einen Erfolg Hitlers zu verhindern. Brüning hatte sich mit seinem Verbot der SA und der Osthilfeverordnung , die von den ostpreußischen Grundbesitzern – zu denen auch Hindenburg gehörte – stark kritisiert wurde, beim Reichspräsidenten unbeliebt gemacht. In der Bevölkerung war er auf Grund seiner Deflationspolitik unbeliebt und Hindenburg nahm es ihm übel, dass er auf sein Betreiben auch von den Anhängern der SPD zu dem Reichspräsidenten gewählt worden war. Er entzog ihm sein Vertrauen und Brüning musste zurücktreten. Der Kanzler wurde nach eigenem Bekunden „hundert Meter vor dem Absicht“ gestürzt, wobei er sein Absicht in der Gleichberechtigung Deutschlands und der endgültigen Aufhebung der Reparationen sah – innenpolitisch war er gescheitert.

Weimarer Republik Beschreibung
Weimarer Republik Beschreibung
SPD-Wahlplakat „Gegen Papen, Hitler, Thälmann. Liste 2 Sozialdemokraten“

Sein Nachfolger Franz von Papen ersuchte Hindenburg sofort um Auflösung des Parlaments. Er wollte die Unterstützung der Nationalsozialisten und hob dafür das Verbot der SA und der SS wieder auf. In dem sechsten Reichstag, der in dem Juli 1932 gewählt wurde, hatten die Nationalsozialisten 230 und die Kommunisten 89 von 608 Mandaten. Die beiden extremen Flügelparteien hatten damit eine negative Mehrheit erreicht, die jede parlamentarische Arbeit unmöglich machte. Papen löste den gerade erst gewählten Reichstag, nach einem mit großer Mehrheit gegen ihn gerichteten Misstrauensvotum, durch eine vorbereitete Order Hindenburgs wieder auf. Am 20.07 führte er einen Staatsstreich gegen die Regierung von Preußen, die letzte Bastion der Republik durch. Als Vorwand für den „Preußenschlag“ diente das angebliche Versagen der preußischen Polizei am „Altonaer Blutsonntag“ (Straßenkämpfe zwischen SA und Kommunisten).

Die Neuwahlen vom November des gleichen Jahres brachten zwar einen Rückgang der Stimmen für die NSDAP, aber wiederum keine regierungsfähige Mehrheit. Papen trat zurück, nach dem der Reichstag es geschafft hatte, ihm das Misstrauen auszusprechen und Hindenburg eine Auflösung der Reichstags ohne die Festsetzung von Neuwahlen, was einen offensichtlichen Verfassungsbruch dargestellt hätte, nicht durchzuführen bereit war. Sein Nachfolger wurde General Kurt von Schleicher, der bis dahin in dem Hintergrund die Fäden gezogen hatte. Sein ehrgeiziger Plan, eine breite „Querfront“ von den Gewerkschaften bis zu dem linken Flügel der NSDAP um Gregor Strasser zu bilden, scheiterte. Da Hindenburg wieder nicht bereit war den Reichstag aufzulösen und Neuwahlen aufzuschieben, trat Schleicher am 28.01 1933 zurück.

Am 4.01 1933 traf sich Hitler zu Geheimverhandlungen mit Papen in dem Privathaus des Kölner Bankiers Kurt von Schröder. Sie vereinbarten eine Koalitionsregierung, der außer Hitler ca. zwei weitere Nationalsozialisten, nämlich Wilhelm Frick als Innenminister und Hermann Göring als Minister ohne Geschäftsbereich und kommissarischer preußischer Innenminister, angehören sollten. Papen selbst war als Vizekanzler und Reichskommissar für Preußen vorgesehen.

Reichspräsident von Hindenburg, der sich bis zuletzt gegen eine Kanzlerschaft des „böhmischen Gefreiten“ Hitler gesträubt hatte, konnte mit dem Hinweis, dass ein von einer konservativen Kabinettsmehrheit „eingerahmter“ NSDAP-Führer ca. eine kleine Gefahr bedeute, beruhigt werden. Die Ernennung Hitlers zu dem Reichskanzler am 30.01 1933 besiegelte das Ende der Weimarer Republik.

Reichstagsbrandverordnung und Ermächtigungsgesetz führten direkt in die Diktatur der Zeit des Nationalsozialismus.

Buch-Tipp: Mit dem Rücken zur Wand. Super! Unbedingt lesen! Das buch ist, wie alle Bücher aus der Trilogie der Wendepunkte sehr geschichtsnah geschrieben und dadurch, dass es sich wieder um die selbe Berliner Arbeiterfamilie handelt auch sehr anschaulich. Nicht ca. Kindern und Jugendlichen wird Geschichte dadurch nahe gebracht. Da ich in Berlin lebe, war für nmich noch der besondere...

Ursachen des Scheiterns

Alle einfachen Erklärungsmodelle, die sich auf einen Grund für das Scheitern der Weimarer Republik beschränken, greifen zu kurz: weder waren es alleine die institutionellen Mängel der Weimarer Verfassung, noch die Weltwirtschaftskrise zu Beginn der dreißiger Jahre, das Elend der Massenarbeitslosigkeit, das breite Wählerschichten den Nationalsozialisten in die Arme trieb, noch die versäumte Demokratisierung von Justiz, Verwaltung und Militär. Das Scheitern lässt sich auch nicht am persönlichen Versagen Einzelner oder der charismatischen Anziehungskraft der „Führerfigur“ Hitlers festmachen – Hitler und die Nationalsozialisten waren um die Jahreswende 1932/33 auf dem absteigenden Ast. Gescheitert ist die erste deutsche Republik an einem ganzen Bündel von Ursachen; zu keinem Zeitpunkt war der Weg in die Diktatur zwangsläufig. Allerdings muss man den Hauptakteuren der letzten Phase der Weimarer Republik, Papen, Hindenburg und den Männern hinter den Kulissen – wie dem „in der Verfassung nicht vorgesehenen“ Sohn des Reichspräsidenten Oskar von Hindenburg oder dem Staatssekretär in dem Reichspräsidialamt Otto Meißner ein durchweg negatives Urteil ausstellen. Verblendet durch Ehrgeiz, in Selbstüberschätzung und mangelnder politischer Urteilsfähigkeit ebneten sie Hitler den Weg an die Macht. Die Verteidiger der Republik gerieten in ihrer Endphase noch stärker in die Minderheit. Nennenderweise war keiner der Präsidentschaftskandidaten von 1932 Thälmann, Hindenburg und Hitler ein Anhänger der Weimarer Republik. Eine gewisse Mitschuld tragen auch die Verteidiger der Republik.

Nach der Ernennung Hitlers konnten sich die demokratischen Parteien nicht auf ein gemeinsames, entschlossenes Vorgehen einigen, das Zentrum hatte teilweise selbst Koalitionen mit der NSDAP erwogen. Schleicher wiederum hatte es versäumt, dem Reichspräsidenten Alternativen zu einer verfassungswidrigen Verschiebung von Neuwahlen zu unterbreiten. So wäre es durchaus möglich gewesen, auch nach einem Misstrauensvotum als geschäftsführende Regierung in dem Amt zu bleiben und die Probleme bis zu einer Besserung der wirtschaftlichen und politischen Lage „auszusitzen“.

Hitler wurde zu einer Zeit Reichskanzler, als seine Partei aufgrund von inneren Spannungen in einer ernsten Krise war. Was die Nationalsozialisten als „Machtergreifung“ genannten, um damit Stärke zu suggerieren, war in Wirklichkeit eine Art Machtübergabe. Ihr Kampf um die Regierungsgewalt, wie sie sie stets behaupteten, fand in der Form zu diesem Zeitpunkt nicht statt. Vielmehr waren es eine Reihe von – aus ihrer Sicht – glücklichen Umständen, die es ihnen möglich machte, die Macht zu übernehmen.

Buch-Tipp: Strip Sessions. fine art nude photography eine gelungene Darstellung der Bandbreite für mich ein sehr ausgefallenes Werk, dem es überzeugend gelingt unterschiedliche Arbeiten zu einem Buch zu verbinden. Spannend, vielseitig, interessant. . .

Kunst und Kultur in der Weimarer Zeit

Kulturell war die Zeit der Weimarer Republik eine der schöpferischsten und experimentierfreudigsten Epochen der deutschen Geschichte. Waren die Anfangsjahre noch geprägt vom Geist des späten Expressionismus in Malerei und Literatur, dominierte in dem besten Jahrfünft die Neue Sachlichkeit, die wiederum von einem sozialkritischen Realismus zur Zeit der Weltwirtschaftskrise abgelöst wurde. Autoren wie Bertolt Brecht, Alfred Döblin, Lion Feuchtwanger, Erich Kästner, Thomas und Heinrich Mann, Carl von Ossietzky, Erich Maria Remarque, Kurt Tucholsky, Franz Werfel, Arnold und Stefan Zweig schrieben Weltliteratur. Der Film entwickelte sich zu dem Massenmedium und setzte mit dem Cabinet des Dr. Caligari und Metropolis künstlerische Akzente. Der durch Walter Gropius in Weimar begründete Bauhausstil wurde zu einem der bedeutendsten Architekturstile des 20. Jahrhunderts. Stellvertretend für viele Künstler sei George Grosz genannt, der mit seinen ätzend satirischen Darstellungen von Bourgeoisie, Justiz und Militär (zum Beispiel Stützen der Gesellschaft, 1926) die sozialen Missstände der Weimarer Republik anprangerte.

Buch-Tipp: Wir vom Jahrgang 1928 - Kindheit und Jugend Das Buch "Wir vom Jahrgang 1928 - Kindheit und Jugend" ist leider ohne Beschreibung. Klicken Sie auf den Link über diesem Text um zu der Seite des Buchhändlers zu gelangen. Beim Klicken ö ffnet sich automatich ein neues Fenster mit dem Entsprechenden Buch.

Die Beamten und die Justiz

Wie bei der Reichswehr fanden auch in der Verwaltung und in der Justiz keine demokratischen Reformen statt. In der Weimarer Verfassung wurde allen Beamten die „Freiheit ihrer politischen Gesinnung“ und ihre „wohlerworbenen Rechte“ garantiert, Richter erhielten einen noch stärkeren Schutz wie die Unabsetzbarkeit. Zur Zeit der Monarchie war bei den Beamten allgemein und auch bei den Richtern bei der Ausbildung und bei der Einstellung auf ihre politische Gesinnung geachtet worden, weshalb sie mehrheitlich rechter Gesinnung waren. Speziell die Linken, deren Anhänger zur Kaiserzeit keine wichtigen Posten übernehmen konnten, setzten sich besonders für die Freiheit der politischen Gesinnung ein. Eine von den linken Parteien gewollte Wahl der Richter durch das Volk kam nicht zu Stande, da man die Justiz nicht in die Politik hineinziehen wollte. Der wichtigste Grund gegen Reformen bei den Beamten war die Notwendigkeit einer funktionierenden Verwaltung am Ende des Krieges, um beispielsweise die Soldaten zurück nach Deutschland zu holen. Ein weiterer Grund war für die bürgerlichen Parteien, mit der rechten Beamtenschaft eine weitergehende sozialistische Revolution zu verhindern. Die Beamten mussten einen Eid auf die Verfassung leisten und sie fühlten sich zwar dem Staat gegenüber verpflichtet, nicht aber der Republik.

Die politische Einstellung der Justiz kann man deutlich in ihren Urteilen erkennen, zu dem ersten mal bei der Münchner Räterepublik und beim Kapp-Putsch. Während linke Straftäter mit enormer Härte behandelt wurden, kam es bei rechten Straftäter sehr selten überhaupt zu Anklagen oder Strafen, die auch sehr viel milder ausfielen – die Weimarer Justiz war auf dem rechten Auge blind. Die Blindheit betraf nicht ca. die Richter sondern auch die Strafverfolgungsbehörden. Ein späterer Reichsanwalt hatte unter anderem wichtige Spuren des Mordes an Karl Liebknecht und Rosa Luxemburg nicht aufgenommen und die Ermittlungen auch anderweitig behindert. Die Einseitigkeit der Justiz wurde bereits 1921 von Emil Julius Gumbel belegt, aber es kam zu keinen wirksamen Reformen. Die Gerichte fühlten sich häufig nicht dem Gesetz, sondern dem Staat und dem Kampf gegen den Kommunismus, verpflichtet.

Die Justiz spielte auch eine wichtige Rolle am Ende der Republik. Adolf Hitler erhielt nach seinem Putsch ca. eine kleine Strafe und kam bald wieder frei. Die Verhandlungen durften zur Hetze und zur Verbreitung von Propaganda missbraucht werden. In der Urteilsbegründung wurde der Verzicht auf eine Ausweisung Hitlers, die nachdem Republikschutzgesetz angebracht war, damit begründet, dass „auf einen Mann, der so deutsch denkt und fühlt wie Hitler [...] die Vorschrift [...] des Republikschutzgesetzes [...] keine Anwendung finden“ kann. Der Reichspräsident Friedrich Ebert starb an einer verschleppten Blinddarmentzündung, die er auf Grund einer Anklage wegen Hochverrats nicht rechtzeitig behandeln ließ. Beim Preußenschlag Franz von Papens, der ein schwerer Hieb gegen den Föderalismus war, ließ der Staatsgerichtshof die Regierung gewähren und Preußen konnte als Gegner der Reichsregierung ausgeschaltet werden.

Reichswehr

Siehe: Reichswehr

Verwaltungsgliederung

Siehe: Deutschland-Statistik (1925)

Politik

<timeline>

ImageSize = width:230 height:620 PlotArea = left:39 right:10 bottom:80 top:20 Legend = columns:2 left:40 top:60 columnwidth:90

DateFormat = dd/mm/yyyy Period = from:13/02/1919 till:30/01/1933 TimeAxis = orientation:vertical format:yyyy

ScaleMajor = unit:year increment:1 start:01/01/1920

Colors=

id:SPD	value:red	legend:SPD
id:DVP value:yellow	legend:DVP
id:Wahl value:green    legend:Wahlen_zum_Reichstag
id:Z value:black	legend:Zentrum
id:NA value:gray(0.5)	legend:Parteilos

LineData=

tillpos:59
#at:19/01/1919 color:Wahl #eigentl. Wahl zur Nationalversammlung
at:06/06/1920  color:Wahl 
at:04/05/1924  color:Wahl  
at:07/12/1924  color:Wahl
at:20/05/1928  color:Wahl
at:14/09/1930  color:Wahl
at:31/07/1932  color:Wahl
at:06/11/1932  color:Wahl
#at:05/03/1933 color:Wahl

PlotData=

bar:Reichskanzler color:SPD width:20 fontsize:M align:left shift:(20,-5) mark:(line,white)

from:start till:20/06/1919 text:Philipp_Scheidemann~(Ministerpräsident)
from:21/06/1919 till:26/03/1920 text:Gustav_Bauer
from:27/03/1920 till:08/06/1920 text:Hermann_Müller
color:Z
from:25/06/1920 till:04/05/1921 text:Konstantin_Fehrenbach
from:10/05/1921 till:14/11/1922 text:Dr._Joseph_Wirth
from:22/11/1922 till:12/08/1923 text:Dr._Wilhelm_Cuno color:NA
from:13/08/1923 till:23/11/1923 text:Dr._Gustav_Stresemann color:DVP
from:30/11/1923 till:15/01/1925 text:Dr._Wilhelm_Marx
from:15/01/1925 till:16/05/1926 text:Dr._Hans_Luther color:NA
from:16/05/1926 till:28/06/1928 text:Dr._Wilhelm_Marx
from:28/06/1928 till:30/03/1930 text:Hermann_Müller color:SPD
from:30/03/1930 till:31/05/1932 text:Dr._Heinrich Brüning
color:NA
from:01/06/1932 till:01/12/1932 text:Franz_von_Papen shift:(20,-8)
from:02/12/1932 till:28/01/1933 text:Kurt_von_Schleicher shift:(20,-9)
at:30/01/1933 text:Adolf_Hitler shift:(20,0)

</timeline>


Reichskanzler der Weimarer Republik

Parteien der Weimarer Republik

  Weiteres zu dem Artikel Weimarer Republik

Andere Leser interessierten sich auch für folgende Beschreibungen: Demokratie, Generalstreik, Heinrich, Instrument, Kommando, Misstrauen, Nachfolger, Richter, Richtung, Seite, Ss, Uspd, Verbindung, Wechselkurs, Wirklichkeit
Schnellzugrif auf verwandte Texte:
 
NEU! Frage im Forum zum Thema:
 
Wenn die Beschreibung 'Weimarer Republik' Ihrer Meinung nach nicht korrekt ist oder in aktueller Version Fehler enthalten sind oder es fehlt die Weimarer Republik Definition, dann klicken Sie bitte auf "Beschreibung bearbeiten" und schreiben Sie die Eigene Version des Textes. Die Änderungen in der Beschreibung werden sofort aktiv und für alle sichtbar. Ein Administrator wird Ihre Version der Beschreibung und Definition von 'Weimarer Republik' nachher prüfen. Bitte achten Sie auf die Urheberrechte (Copyright). Wir sind für die besseren Beschreibung von 'Weimarer Republik' und 'Weimarer Republik' Definition sehr dankbar.

Alle Tipps zu den Bücher auf dieser Seite wurden automatisch generiert. D.h. die Bücher wurden aus einer Datenbank von dem Computer ausgesucht. Deshalb kann es vorkommen, dass vorgeschlagene Bücher nicht ganz der 'Weimarer Republik' Beschreibung entsprechen.
· Diese Seite wurde bisher 12.819 mal abgerufen.
· Letzte Counteraktualisierung erfolgte am 15.05.2008 um 19:02:44
· Diese Seite wurde zuletzt geändert um 10:10, 1. Okt 2004.
· Letzte Portalaktualisierung erfolgte um 08:00:00 GMT, 25.02.2008
Dieser Artikel basiert auf dem Artikel Weimarer Republik aus der freien Enzyklopädie Wikipedia und steht unter der GNU-Lizenz für freie Inhalte. In der Wikipedia ist eine Autorenauflistung verfügbar.

Von ""

· Diese Seite wurde bisher 12.819 mal abgerufen.
· Letzte Counteraktualisierung erfolgte am 15.05.2008 um 19:02:46
· Diese Seite wurde zuletzt geändert um 10:10, 1. Okt 2004.
· Letzte Portalaktualisierung erfolgte um 08:00:00 GMT, 25.02.2008